Projekte

Ersatzneubau Schiferbahn Parsenn

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Davos Klosters Mountains
19.06.2026

Ausgangslage

Gondelbahn Schiferbahn

Im Skigebiet Parsenn verbindet die 6er-Gondelbahn Schiferbahn den Bereich Schifer mit dem Weissfluhjoch. Die Anlage wurde 1987 in Betrieb genommen und nähert sich nach bald 40 Jahren zuverlässigem Betrieb ihrem technischen Lebensende.

Mit einer Streckenlänge von 5,3 Kilometern ist die Schiferbahn die längste Anlage in den Davos Klosters Mountains. Was einst als moderne Verbindung galt, entspricht heute nicht mehr ganz dem Stand aktueller Seilbahnsysteme: Die rund 22-minütige Fahrzeit ist im Vergleich zu heutigen Anlagen eher lang und die etwa 160 Kabinen im Umlauf führen zu einem hohen betrieblichen Aufwand, sodass eine Modernisierung der Anlage notwendig geworden ist.

Die bestehende Schiferbahn bleibt noch während der Wintersaison 2026/27 in Betrieb, bevor sie im Anschluss planmässig zurückgebaut und durch einen Neubau ersetzt wird.

 

Projektbeschrieb

  • Die 6er-Gondelbahn wird auf den Winter 2027/28 durch eine neue 10er-Gondelbahn ersetzt. Der Bau erfolgt durch den Seilbahnhersteller Garaventa. Zum Einsatz kommt die moderne D-Line-Technologie, die für ein ruhiges Fahrverhalten, hohe Laufruhe sowie effizientere und optimierte Stationsabläufe sorgt.
     
  • Die Linienführung der neuen Anlage wird leicht angepasst. Die bisherige Mittelstation Obersäss entfällt und wird nicht ersetzt. Dadurch wird sich die Fahrzeit deutlich verkürzen: Die Bergstation auf dem Weissfluhjoch wird künftig in etwa 14 Minuten statt wie bisher in rund 22 Minuten erreicht.
     
  • Neu werden 10er-Gondeln des Typs OMEGA V von CWA mit einer Förderleistung von 1800 Personen pro Stunde eingesetzt. Die windstabilen Kabinen mit grosszügigen Scheiben bieten einen hohen Fahrkomfort. In den Boden integrierte Skihalter ermöglichen einen geregelten Einstieg und helfen, Gedränge sowie Wartezeiten in den Stationen zu reduzieren.
     
  • Die Kabinen werden je zur Hälfte in der Tal- und Bergstation garagiert. Zusätzlich verfügt die Talstation über eine manuelle Erweiterungsmöglichkeit, sodass während der Sommersaison alle 84 Kabinen eingestellt werden können.

Mit dem Ersatzneubau der Gondelbahn wird die Verbindung zwischen Schifer und Weissfluhjoch langfristig erneuert und an die heutigen Anforderungen von Gästen und Betrieb angepasst.
 

Die Fakten

auf einen Blick

Standort Schifer - Weissflujoch, Parsenn
Ziel Höherer Komfort, kürzere Fahrzeiten und langfristige Sicherung der Verbindung im Skigebiet
Eröffnung Winter 2027/28

Aktueller Stand der Bauarbeiten

19. Juni 2026

Vali Meier, Pisten- und Rettungschef informiert über den aktuellen Stand der Bauarbeiten:

Baufortschritt
«An der Talstation wurden die Steher 1, 2 und 3 erfolgreich erstellt. Auf diesen werden in den kommenden Wochen die Tragkonstruktion sowie das Umlenkrad der Talstation montiert. Als nächster Meilenstein steht die Betonierung der Bodenplatte an.

Entlang der Strecke konnten die Masten 4 und 9 bereits fertiggestellt werden. Mast 6 befindet sich in der Abschlussphase, während bei Mast 7 die Aushubarbeiten erfolgreich abgeschlossen sind.»

Herausforderung
«Eine besondere Herausforderung stellte der feuchte Baugrund zwischen der Talstation und der Waldgrenze dar. Um die notwendige Stabilität sicherzustellen, mussten zusätzliche Massnahmen zur Stabilisierung und Entwässerung des Untergrunds umgesetzt werden. Diese Arbeiten nahmen mehr Zeit in Anspruch, bilden jedoch eine wichtige Grundlage für den weiteren Baufortschritt.

Auch an der Bergstation laufen die Vorbereitungen. Die Baugrubensicherung wurde gestartet und das Fundament für den grossen Baukran erstellt. Dafür wurden Ankerstangen im Felsen verankert und anschliessend einbetoniert.

Ein weiterer wichtiger Projektschritt wurde bereits erfolgreich umgesetzt: Die Betonanlage auf der Wasserscheide ist in Betrieb gegangen.»

Nächste Schritte
«Die Betonarbeiten an der Talstation werden voraussichtlich in der kommenden Woche abgeschlossen. Danach verlagert das Bauteam seine Arbeiten zur Bergstation, wo die nächsten Betonieretappen beginnen.

Auf der Strecke werden die Masten nun Schritt für Schritt bergwärts erstellt.»